Januar

 

In unserer neuen Rubrik „Gesicht des Monats“ möchten wir Kameraden und Kameradin aus den Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern vorstellen. Unsere erste Vorstellung kommt aus dem Landkreis Rostock. Viel zu wenig Frauen besetzen in unseren Feuerwehren eine Führungsfunktion. Mit guten Beispiel geht unsere Januarvorstellung voran.


 

Die 32-jährige Anna Strempel, die im Jahre 1984 in Rostock das Licht der Welt erblickte, hat mich ganz besonders beeindruckt. 1997 zog die Rostockerin in die Gemeinde Ziesendorf, 1999 wurde sie dann Mitglied der Jugendfeuerwehr Ziesendorf und zog ihren Freunden nach. Als sie 2001 in den aktiven Dienst übergetreten, ist begann eine steile Karriere. „2006 wurde ich erstmalig als stellvertretende Gemeindewehrführerin gewählt und befinde mich aktuell in meiner 2. Amtsperiode“ sagte sie gegenüber Feuerwehren aus Mecklenburg Vorpommern. Das zeigt natürlich welches Vertrauen Anna entgegengebracht wird.

Mit 22 Jahren ist es gänzlich nicht einfach als Stellvert. Wehrführerin in Erscheinung zu treten. Aber mit stätiger Aus.- und Weiterbildung und aneignen von Fachwissen konnte sie ihre männlichen Kameraden von sich überzeugen. Bei Ihren Lehrgängen konnte sie klar erkennen, das gegenüber weiblichen Kameradin kein Unterschied gemacht wird, so die 32-jährige zu uns.

Besonders schätzt20160124_131744 sie die Zusammenarbeit mit ihrer Gemeinde. „Mit sämtlichen Anliegen können wir bei der Gemeinde vorsprechen und finden gemeinsam eine Lösung. Erst im letzten Jahr konnten wir einen neuen MTW anschaffen.“ sagte sie. Auf die Frage was sie ihren weiblichen Kameraden mit auf dem Weg gibt kam eine klare Antwort „Meinen weiblichen Kameradinnen kann ich nur mit auf dem Weg mitgeben, seine eigenen Ziele zu verfolgen und vor allem durch zu halten.  Rückschläge gehören ebenfalls dazu, aber aus Fehlern lernt man. Ich würde alles genauso machen, wie ich es bisher gemacht habe“.

Hoher Verwaltungsaufwand in der Feuerwehr und gegenüber dem Amt, machen eine Führungsposition in der Wehrleitung nicht gerade attraktiv. Aus vielen ihren Gesprächen ist zu entnehmen das zwar die Arbeit gedankt wird, aber auch die Lust nimmt selber so eine Funktion zu übernehmen. Konnte sie klar erkennen. Neben der Tätigkeit im Vorstand engagiert sich die Stellvert. Wehrleiterin auch in der Jugendfeuerwehr als Ausbilder.- und Betreuerin. Und kommt so auf eine Zahl von 6 bis 8 Stunden im Dienste ihrer Wehr, die sie dank ihrer Arbeit im öffentlichen Dienst gut einteilen kann.

 

Ich ziehe persönlich meinen Hut vor Anna und würde mir mehr weibliche Führungskräfte in den Feuerwehren des Landes Mecklenburg-Vorpommerns wünschen. Nun suchen wir ein Gesicht des Monats für den Februar. Habt ihr Ideen oder Vorschläge dann meldet euch bei uns.